Eins der 196 anonymen Opfer bekommt ein Gesicht

Ich bin nicht der größte Facebook Fan. Dauernd sitzen die Jugendlichen mit ihren Handys, und oft verstummt jedes Gespräch.

So auch am 17 Juli, auf Schiphol. Gerade vor dem Einsteigen des Flugzeugs musste meine Tochter noch schnell einem Freund einen guten Flug und schöne Ferien wünschen. Nach Ankunft in unserem Apartment, natürlich als erstes, Facebook wieder an.
Merkwürdige Nachricht einer Freundin an meine Tochter; Regis war in dem Flugzeug. Reaktion; na und? Wieso? Dann wurden wir schnell aufgeklärt; Das Flugzeug ist abgestürzt, er war an Bord… zusammen mit vielen anderen Niederländern.
Die Facebook Maschine lief an. Stundenlang lasen wir alle R.I.P. (Rest in Peace) Trauerberichte und schauten uns die vielen Fotos an von Freunden und vor allem von vielen hübschen Freundinnen mit ihm, fröhlich, in glücklichen Zeiten. Ich kannte ihn nicht, aber er bekam ein Gesicht und wir konnten die Trauer meiner Tochter teilen.